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Neues Foto bei Farbvarianten aufgenommen.
Letztes Update: 06.11.2011
Degukäfig:
Degus sind eigentlich Bodenbewohner, auch wenn sie klettern können. Deshalb ist unserer Meinung nach die Grundfläche eines Käfigs wichtiger als die Höhe. Als absolutes Mindestmaß für 2-3 Tiere wird eine Größe von 100cm x 50cm x 120cm angegeben,das auf keinen Fall unterschritten werden sollte. Allerdings danke die Tiere einem einen größeren Käfig durch mehr Aktivität. Wer den Platz für einen entsprechend großen Käfig nicht hat, sollte sich unbedingt für eine andere Tierart entscheiden. Bei einem Käfig, der höher als breit ist sollten unbedingt alle 40-50cm Volletagen eingezogen werden. So können die Tiere den ganzen Käfig nutzen und die Gefahr von Stürzen ist geringer. Von einem hohen Käfig mit nur Kletterästen und Sitzbrettchen haben die Tiere nichts.
Der Käfig sollte große Türen haben, damit er gut einzurichenten und zu reinigen ist. Außerdem darf er keine Plastikwanne haben, die wird von den Tieren in wenigen Stunden zerschreddert. Das Angebot an degugeeigneten Käfigen im Zoohandel ist sehr gering. Am billigsten ist häufig ein Eigenbau ( Tipps und Zeichnungen gerne per Email ), aber nicht jeder hat die Möglichkeit dazu. Besonders gut eignen sich auch Terrarien, wobei man hier auf eine ausreichende Belüftung achten muss, da Nagetiere mehr Sauerstoff als Reptilien brauchen. Deshalb sind Holzterrarien den Glasterrarien vorzuziehen. Hier ist die Belüftung leichter zu erweitern und das Anbringen der Ebenen macht keine Probleme. Auch gebraucht lassen sich degugerechte Eigenbauten finden ( Anzeigenmärkte, online Auktionshaus ). Es gibt mittlerweile auch Hersteller, die sehr schöne artgerechte Degukäfige auch auf Maß fertigen, diese sind jedoch meist etwas teurer als ein Eigenbau.

Käfigstandort:
Der Käfig sollte nicht in dunklen Räumen stehen ( Keller, Flur ohne Fenster ), da nach unserer Erfahrung die Tiere Tageslicht brauchen und er sollte vor Zugluft geschütz sein. Degus sind eigentlich tagaktive Tiere, allerdings haben sie in Käfighaltung häufig auch nachts Aktivitätsphasen und können dabei ganz schön laut werden. Deshalb würden wir davon abraten den Käfig ins Schlafzimmer zu stellen.

Käfigeinrichtung:
Degus sind richtige Nagetiere, d.h. sie zerschreddern Alles was ihnen zwischen die Zähne kommt. Deshalb muss man Käfigteile aus Holz, die nicht angenagt werden sollen mit Aluschienen schützen. Diese müssen jedoch gelegentlich auch ausgetauscht werden. Unsere Degus schaffen es nach ca. 10-12 Monaten diese Aluminiumschienen zu zernagen.
Kunststoffe jeder Art haben in einem Degukäfig nichts verloren! Die Tiere zernagen sie in Rekordzeit und beim Verschlucken können die Teile leicht einen Darmverschluss verursachen, an dem die Tiere sterben.Die Käfigeinrichtung sollte deshalb möglichst aus Holz, Kork und Keramik bestehen.
Degus legen in freier Wildbahn viele Kilometer am Tag zurück. Das ist in Käfighaltung eigentlich nur durch ein artgerechtes Laufrad zu gewährleisten. Dieses sollte mindestens 30cm Durchmesser haben, eine geschlossene Lauffläche und möglichst keine Streben am Einstieg damit sich die Tiere beim Ein- und Ausstieg aus dem Rad nicht einklemmen können. Ein Laufrad mit 30cm Durchmesser hat eine Höhe von fast 40cm mit Standfuß, das sollte man beim Anbrigen von Volletagen im Käfig bedenken
Um ihr Fell zu pflegen benötigen Degus ein Sandbad. Das Fell ist nicht so empfindlich wie bei Chinchillas, deshalb kann man hier auch Quarzsand verwenden. Unsere Degus haben immer Zugang zu ihrem Sandbad, allerdings besteht auch die Möglichkeit das Sandbad täglich für ca. 30min zur Verfügung zu stellen.